Schutz und Wiederherstellung des Cavally-Waldes in Westafrika
„Gemeinsam mit der Regierung der Republik Côte d’Ivoire sehen wir die Arbeit am Schutz und der Regeneration des Cavally Waldes als wegweisend für Côte d’Ivoire und die Kakaobranche an. Wir wollen unsere Erfahrungen teilen, um andere zu ähnlichen Handlungen anzuregen.“
– Mathilde Xicola, Cavally Landschaftsprojektmanagerin
Earthworm Foundation
In der Tiefe des Cavally-Waldreservats macht sich eine kleine Gruppe von Gemeinschaftsmitgliedern und NGO-Vertretern bei einer Patrouille auf den Weg durch die dicht bewachsene Landschaft. Bei Nacht campen sie in der Wildnis und bei Tag begutachten sie den Wald. Sie suchen nach Anzeichen von illegaler Entwaldung. Die Arbeit ist körperlich anstrengend, doch von größter Bedeutung für den Schutz dieses einzigartig artenreichen Korridors.
Das Cavally-Waldreservat ist eines der größten von 234 ausgewiesenen Schutzgebieten in Côte d’Ivoire und erstreckt sich über 67.593 Hektar.
Im Jahr 2020 begann Nestlé mit der Zusammenarbeit mit dem Wasser- und Forstministerium der Côte d’Ivoire und der Earthworm Foundation, um das Cavally-Waldreservat zu schützen und wiederherzustellen.
Die Initiativen im Cavally-Waldreservat sind dazu gedacht, die Menschen vor Ort einzubeziehen, damit sie über den alleinigen Schutz der Wälder hinausgehen und sie proaktiv wiederherstellen und ihnen helfen, zu gedeihen. Dies entstammt Nestlés Forest-Positive-Strategie.
Nestlés Investition im Wert von 2,5 Millionen CHF unterstützt Anreize für die örtlichen Gemeinschaftsmitglieder, den Wald zu schützen und zu regenerieren. Dies ermöglicht ihnen, ein Verantwortungsgefühl zu entwickeln und weiteren illegalen Anbau zu verhindern.
Genau wie die regelmäßigen Patrouillen ist auch die Wiederaufforstung ein wichtiges Ziel. Die finanziellen Mittel von Nestlé halfen, Baumschulen einzurichten und heimische Bäume als Setzlinge heranzuziehen, die dann in freien Waldgebieten angepflanzt werden können. In den folgenden Monaten finden zwei Runden zur Pflege statt, damit die Setzlinge auch erfolgreich gedeihen können.
Die vorläufigen Ergebnis dieses ursprünglich auf drei Jahre angesetzten und von Nestlé finanzierten Projekts, das bis Ende Juni 2023 lief, sind vielversprechend. Während der ersten Phase führte das Cavally-Projekt zu einer beträchtlichen Verringerung der Entwaldung, der natürlichen Regeneration von 7.000 Hektar und der Wiederaufforstung von fast 1.500 Hektar Wald. Zusätzlich wurde eine größere wirtschaftliche und soziale Widerstandsfähigkeit in den örtlichen Gemeinschaften beobachtet, da mehr als 1.400 Menschen finanziell von diesem Projekt profitieren.
Das Projekt heißt jetzt neue Partner willkommen, um noch mehr zu bewirken. Zu diesen Partnern zählen das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) über die Swiss Platform for Sustainable Cocoa (SWISSCO) sowie die Unternehmen Touton und Cocoasource, die direkt mit Kakao- und Kautschukkooperativen in der Region zusammenarbeiten.
Um die Entwaldung und die Ursachen dieses Problems zu bekämpfen, ist ein kollektiver Ansatz nötig, der darauf basiert, einen Nutzen für die Produzenten und ländlichen Gemeinschaften zu schaffen.
„Das Cavally-Projekt ist eine uns sehr wichtige Initiative, da es unserem Unternehmen ermöglicht, direkt in unserer Lieferkette zu agieren. Wir schützen einen Wald, der an die Gegenden angrenzt, aus denen wir unseren Kakao beziehen. So schaffen wir einen Nutzen für die Farmer:innen, mit denen wir zusammenarbeiten. Wir freuen uns sehr, Anteil am Erfolg der ersten Phase gehabt zu haben und freue uns auch darauf, mit neuen Partnern zusammenzuarbeiten, um die positive Wirkung des Projekts noch zu vergrößern“, erklärt Corinne Gabler, Head of Confectionery & Ice Cream bei Nestlé.